Die verschiedenen Qi-Bewegungen sind in deren Wirkrichtung wahrnehmbar:

  • steigen
  • öffnen
  • schliessen
  • sinken
  • und Kombinationen davon

Unseren Emotionen führen uns das eindrücklich vor Augen. Ist jemand wütend, sagen wir:

"Es lupft mir de Deckel!" "Es hebt sich meinen Deckel (den Hut) ab!"

"Der kocht gleich über!"

"Ich könnte in der Luft zerspringen!"

Der Gesichtsausdruck verrät es ebenso, indem der Kopf errötet, das Qi und Blut strömt in den Kopf hoch, manchmal sogar bis zur Errötung der Augen.

Also, welche Qi-Bewegungsrichtung geht nun wohl der Wut voraus?
Genau, Qi steigt übermässig hoch.

Beim Praktizieren von Qigong lernen wir diese Qi-Bewegungen und deren Qualitäten immer besser kennen und nehmen diese auch im Alltag immer früher und deutlicher wahr. Das Bewusstsein über diese Qualitäten und die entsprechende Emotionen verfeinert sich. Dadurch haben wir die Möglichkeit diese in einem gesunden Rahmen auszuleben und auch anzunehmen. Übergrosse Emotionen können frühzeitig und gezielt reguliert werden, bevor die Gesundheit darunter leidet.

Nach dem Qigongtraining können wir immer wieder feststellen, dass vorgängige Gemütszustände wie weggezaubert sind, respektive sich die Energie wieder verteilt und reguliert hat. Das fühlt sich richtig gut an.