Neulich habe ich mich mit einer lieben Kollegin unterhalten. Ich habe sie während meiner Qigong-Lehrer Ausbildung kennen gelernt, sie war eine meiner tollen Lehrpersonen. Sie hat mich durch ihre Handführung der Seidenübungen stark inspiriert und für mein Training motiviert; aber mehr dazu ein anderes Mal.

Wir haben uns darüber ausgetauscht, welchen Einfluss unsere Qigong-Übungen auf unser Gemüt haben, respektive, wie sie unsere Emotionen regulieren. Es erstaunt uns immer wieder, welche enorme Wirkung diese Trainings zeigen. Diese Wirkung ist nämlich nicht nur körperlich erfahrbar, sondern auch geistig und emotional.

 

Gerne teile ich mit euch, was sie mir berichtete, denn ihre Aussage hat mich sozusagen „aus den Socken gehauen“. Genau so wie sie es mir schilderte, erlebe ich selber den Umgang mit Qigong:

"Weisst du, es kommt vor, dass ich in wirklich traurigen Lebenssituationen auf meine Qigong-Übungen verzichte. Damit meine ich nicht etwa eine vorübergehende depressive Stimmung, sondern wenn wirklich etwas Trauriges geschehen ist, wie zum Beispiel, dass jemand aus meiner Nähe gestorben ist. Ich verzichte dann auf meine Übungspraxis weil ich weiss, dass die Trauer nach dem Training zu einem grossen Teil verschwunden sein wird, ich aber in jenem Moment der Meinung bin, dass diese Trauer für mich genau dann wichtig ist. Ich widme mich also meiner Trauer, um das Erlebte verarbeiten zu können.»

Diese Aussage teilt in wenigen Sätzen so Vieles mit.

Ich danke meiner Kollegin von Herzen für diese Formulierung. Möge es andere Menschen dazu motivieren, dieses wunderbare Training auszuprobieren und damit nicht nur den Körper, sondern auch die Seele gesund zu erhalten.